Luftaufnahme der imposanten Fassade des preußisches Herrenhaus vom Bundesrat in Berlin, mit klassischen Säulen und dem Schriftzug „BUNDESRAT“ an der Spitze.

Bundesrat Preußisches Herrenhaus

Berlin, Deutschland

Das Bundesratsgebäude in der Leipziger Straße in Berlin kann auf eine mehr als hundertjährige Geschichte zurückblicken: 1904 wurde es unter der Leitung des Architekten Friedrich Schulze-Kolbitz für die Nutzung durch das Preußische Herrenhaus fertiggestellt.

Vom Kriegsruin zur Parlamentsstätte

Die dreiflügelige Anlage wurde im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört. In der Nachkriegszeit bis zur Wiedervereinigung wurde das Gebäude von verschiedenen DDR-Institutionen genutzt. 1997 begannen unter der Leitung des Architekturbüros Schweger & Partner die Umbauarbeiten für den Einzug des Bundesrates, der seit September 2000 hier tagt.
Heute präsentiert sich das Gebäude als moderner Parlamentssitz und architektonische Sehenswürdigkeit. 

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung aus Berlin war der Bauherr für diese aufwendigen Umbaumaßnahmen. Für die Generalplanung war die B4Plan Ingenieurgesellschaft mbH aus Berlin verantwortlich. Eine bauliche Herausforderung bestand darin, Ver- und Entsorgungsleitungen durch Bestandswände mit Wandstärken von 300 bis 1650 mm und Leitungsdurchmessern von 50 bis 400 mm durchzuführen. Das Mauerwerk wurde mit einer PMBC-Flächenabdichtung versehen. Die Leitungen sollten sowohl im Bestandsbereich als auch in engem Abstand durchgeführt werden, wobei sich die Leitungslage in der Nähe des Sockels des Bauwerks befand. Der Projektplaner forderte eine sorgfältige Trennung zwischen der Bauwerksabdichtung und der Leitungsabdichtung. In der Regel wird bei solchen Sanierungsfällen die Flächenabdichtung durch eine Fest-/ Losflanschkonstruktion angeschlossen oder die Leitungsabdichtung durch ein aus der Wand ragendes Futterrohr sichergestellt. Da der Planer jedoch wollte, dass die Leitungen komplett durch den Wandaufbau in einem Futterrohr geführt werden, war eine spezielle Futterrohrkonstruktion erforderlich. Diese wurde aus Curaflex® 7006 (Material 1.4301) gefertigt und besandet. Zusätzlich wurden Ober- und Unterlängen für das Futterrohr berücksichtigt (außen: 100 mm Überstand, innen: Wandstärke + 20 mm Überstand) sowie Rohrdurchmesser von DN 100 bis DN 500. Außerdem wurden verschiedene Mediendurchführungen und Dichtungseinsätze entsprechend den Anforderungen der Leitungen eingebaut. Zu diesem Zweck lieferte DOYMA über die HTI Bär & Ollenroth aus Berlin, verschiedene Dichtungssysteme des Typs Curaflex® und Curaflex Nova®, die von den Ausführenden Firma Otto Wöltinger GmbH & Co KG aus Berlin eingebaut wurden.

Referenzbilder


Das Bundesratsgebäude in Berlin, früher auch als Preußisches Herrenhaus oder Herrenhausgebäude bekannt, dient heute als Sitz des deutschen Bundesrats.

Mehr zur Referenz


Diese Referenz teilen