Im Klärwerk Münchehofe, unterhalten von den Berliner Wasserbetrieben, wird das Abwasser von rund 300.000 Menschen gereinigt. Es liegt in der brandenburgischen Gemeinde Hoppegarten und wurde 2024 mit zwei neuen Reinigungsstufen, der Flockungsfiltration und der Prozesswasserbehandlung, ausgestattet. Diese neuen Reinigungsstufen zielen auf die Reste der Nährstoffe Stickstoff und Phosphor ab, die in der biologischen Reinigung nicht vollständig entfernt werden können. Zwar sind diese Nährstoffe in der Landwirtschaft als Dünger gefragt, jedoch in Gewässern unerwünscht.
Nachhaltig Trinkwasser sichern
„Wir investierten damit in eine bessere Qualität des sensiblen Spree-Havel-Flusssystems“, betonte Frank Bruckmann, Vorstandsvorsitzender der Berliner Wasserbetriebe. Auf diese Weise konnten die Wasserbetriebe 70 Prozent des Trinkwassers für die deutsche Hauptstadt aus Uferfiltrat gewinnen. Dabei handelt es sich um versickertes und auf dem Weg in die Tiefe natürlich gereinigtes Flusswasser.
Jeder Tropfen zählt!
Die Berliner Wasserbetriebe auf Ihrer Website
Für die Planung der Erweiterung war die Hydro-Ingenieure Planungsgesellschaft mbH aus Düsseldorf verantwortlich. Eine bauliche Herausforderung bestand in der schonenden Abdichtung von flexiblen, vorisolierten Kunststoffrohren, flexiblen Kabelschutzrohren sowie zur nachträglichen Abdichtung von bereits verlegten Rohrleitungen. Zu diesem Zweck lieferte DOYMA über die Bär & Ollenroth KG aus Berlin Dichtungssysteme des Typs Curaflex® Quick in C in V4A sowie Curaflex Nova® Senso, die von den Ausführenden PORR und Overmann Verkehrswegebau aus Rangsdorf-Groß Machnow eingebaut wurden.