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Leitungsanlagen (elektrische Kabel und Rohrleitungen) können im Brandfall zur Gefahr werden, weil sie Wände und Decken durchdringen und so Feuer und Rauch über Brandabschnitte weiterleiten könnten. Bauordnungen schreiben deshalb strenge Maßnahmen vor: Gemäß § 40 MBO dürfen Leitungen solche Bauteile nur durchqueren, wenn eine Brandausbreitung ausreichend lange ausgeschlossen ist. Die Muster-Leitungsanlagen-Richtlinie (MLAR) konkretisiert diese Vorgaben und legt unter anderem fest, welche Installationen in Rettungswegen zulässig sind, wie Leitungsdurchführungen abgeschottet werden müssen und welche elektrischen Anlagen im Brandfall funktionsfähig bleiben müssen. Im Webinar werden diese Themen vertieft. Das Abschottungsprinzip wird erklärt – jede Leitungsdurchführung in einer feuerwiderstandsfähigen Wand oder Decke muss mit einer geeigneten Maßnahme verschlossen werden, damit die Feuerwiderstandsdauer des Bauteils erhalten bleibt. Typische Abschottungssysteme werden vorgestellt, von Brandschutzmanschetten für Kunststoffrohre bis zu Kombiabschottungen für Kabeltrassen. Ein Schwerpunkt sind Leitungsanlagen in Rettungswegen: Um Fluchtwege möglichst lange nutzbar zu halten, dürfen nur schwerentflammbare, raucharme Kabel in notwendigen Fluren offen verlegt werden oder Leitungen müssen in feuerbeständigen Kanälen geführt sein. Auch der Funktionserhalt wichtiger elektrischer Systeme wird behandelt – also die Sicherstellung der Stromversorgung über 30 bzw. 90 Minuten, erreicht z.B. durch Kabelanlagen der Klassen E30/E90. Zudem wird beleuchtet, welche kleineren Änderungen bei abweichenden Einbausituationen noch als „nicht wesentlich“ gelten und wann ein Sachverständiger oder Hersteller einbezogen werden muss.
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Hinweise:
Dauer: 90 Minuten
Teilnahmebescheinigung: Bei unseren kostenlosen Formaten erhalten Sie KEINE Teilnahme-Bescheinigung.
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